GmbH vs. Einzelunternehmen
Steuervergleich 2026
Welche Rechtsform zahlt bei deinem Jahresgewinn weniger Steuern? GmbH, Einzelunternehmen und Freiberufler im direkten Vergleich - mit echten §32a EStG 2026 Tarifen.
Effektive Steuerbelastung bei 100.000 € Gewinn (Berlin)
GmbH
47,9 %
Einzelunt.
33,5 %
Freiberufler
32,0 %
Einzelunternehmen zahlt ~14.000 € weniger
Grundlagen 2026
Steuersätze und Grundlagen im Überblick
Stand: April 2026. Quellen: gesetze-im-internet.de (§32a EStG, §3 SolZG, §11 GewStG, §35 EStG).
Praxis-Kontext
Was die Zahlen nicht zeigen
SV-Beiträge des Einzelunternehmers fehlen im Rechner
Ein Einzelunternehmer zahlt seine Kranken- und Rentenversicherung selbst - ca. 800-1.000 € pro Monat für freiwillige gesetzliche KV und Pflichtbeiträge zur DRV. Das reduziert das effektive Netto erheblich und macht den Steuervergleich komplexer. GmbH-Geschäftsführer sind hingegen oft als Angestellte sozialversicherungspflichtig (oder zahlen freiwillig in die KV ein).
Thesaurierung kippt die GmbH-Rechnung
Wer in der GmbH Gewinne für Investitionen oder Wachstum einbehält, zahlt nur die ~30 % Unternehmenssteuer - keine Ausschüttungssteuer. Bei Reinvestitionen über Jahre kann die GmbH deutlich günstiger sein als das Einzelunternehmen. Der Rechner zeigt Vollausschüttung - das ist der worst case für die GmbH.
Haftung und Außenwirkung oft wichtiger als Steuern
Die Rechtsformwahl hängt nicht nur an Steuern: GmbH schützt das Privatvermögen, eröffnet Beteiligungsmodelle (Mitarbeiter-VSOP), und signalisiert Seriosität bei Enterprise-Kunden. Viele Gründer wählen die GmbH trotz höherer Steuerlast bewusst - aus nicht-steuerlichen Gründen.
UG als Zwischenlösung
Wer wenig Startkapital hat, aber GmbH-ähnliche Haftungsbeschränkung will: die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) braucht nur 1 € Stammkapital. Steuerlich wie GmbH behandelt. Umwandlung in GmbH möglich, sobald Stammkapital 25.000 € erreicht. Praxis-Tipp: Ab erstem substanziellem Umsatz direkt GmbH planen.
Hinweis: Dieser Rechner ist ein Orientierungswerkzeug auf Basis öffentlicher Steuergesetze. Er ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für eine verbindliche Rechtsformanalyse ist ein Steuerberater unerlässlich - die Kosten amortisieren sich bei einem vernünftigen Jahresgewinn innerhalb weniger Monate.
FAQ