Gewinnspanne
berechnen
Drei Modi: Marge berechnen, Zielmarge → erforderlicher Preis, oder Break-Even-Menge ermitteln. Mit SaaS-Gross-Margin-Benchmarks für DACH.
Beispiel: Umsatz 10.000 € · Kosten 7.000 €
Gewinn
3.000 €
Marge
30 %
Markup
42,9 %
Gesunde Marge für B2B-Dienstleistung
Benchmarks
Gross Margin nach Geschäftsmodell
Aggregierte Werte aus Bessemer Cloud Index, SaaS Capital Index und DACH-spezifischen Beobachtungen. Bezieht sich auf Gross Margin (vor Marketing, R&D, G&A).
Praxis-Kontext
Was beim Pricing oft schiefläuft
Markup mit Marge verwechseln kostet sofort Geld
Klassisch: "Wir nehmen 30 % Aufschlag." Gemeint ist meistens 30 % Marge — aber wer 30 % Markup auf Kosten von 70 € rechnet, verkauft für 91 €. Die tatsächliche Marge: 23 %. Wer Zielmarge 30 % will, muss 43 % Markup nehmen → Verkauf für 100 €. Differenz: 9 € pro Verkauf. Bei 1.000 Verkäufen 9.000 € weniger Gewinn — nur durch sprachliche Unschärfe.
Cost-Plus statt Value-Pricing lässt Geld auf dem Tisch
DACH-Unternehmen rechnen häufig: Kosten + Aufschlag = Preis. Das ist mathematisch sicher, aber lässt Werte ungenutzt. Value-Pricing fragt: Welchen messbaren Nutzen erzeugt das Produkt beim Kunden — und welchen Anteil davon kann ich als Preis verlangen? Bei einem CRM, das einem Vertriebsteam 100k € pro Jahr an zusätzlichem Umsatz bringt, ist ein Preis von 5k € günstig, auch wenn die internen Kosten nur 1k € sind. SaaS lebt von Value-Pricing.
Brutto vs. Netto in der DACH-Kommunikation
B2C-Kunden in DACH erwarten Preise inkl. 19 % USt ("Brutto"). B2B-Käufer denken in Netto-Preisen. Wer im B2C-Shop Netto auszeichnet, wirkt teurer als die Konkurrenz; wer im B2B-Sales mit Brutto-Preisen kommt, wirkt unprofessionell. Bei mixed-audience Produkten (Solopreneure, Agenturen): beide Preise klar anzeigen oder Switch-Button.
Break-Even kennen vor jeder Pricing-Entscheidung
Vor jeder Preissenkung, Promo oder Discount-Aktion solltest du wissen: Wie viele zusätzliche Einheiten muss ich verkaufen, um die Marge auszugleichen? Bei einer 10 %-Senkung bei einer Marge von 30 % brauchst du nicht 10 % mehr Volumen, sondern ~50 % mehr — sonst ist die Aktion verlustreich. Der Break-Even-Modus oben rechnet das in Sekunden.
Praxis-Tipp: SaaS-Pricing wird im Idealfall in drei Schritten entwickelt: (1) Cost-Floor mit dem Standard-Modus berechnen ("ab welchem Preis bin ich profitabel?"), (2) Value-Ceiling schätzen ("welcher ROI für den Kunden?"), (3) Markt-Anker prüfen ("was nehmen Wettbewerber?"). Erst danach Zielmarge festsetzen.
FAQ
Häufige Fragen zur Gewinnmarge
Was ist der Unterschied zwischen Gewinnmarge (Margin) und Aufschlag (Markup)?
Was ist eine gute Gewinnmarge nach Branche?
Wann nutze ich den Zielmargen-Modus?
Was misst der Break-Even-Modus?
Was ist eine gute SaaS-Gross-Margin?
Welche Kosten gehören in die Gross-Margin-Rechnung bei SaaS?
Was sind typische DACH-Fehler beim Pricing?
Wie unterscheiden sich Gross Margin und Contribution Margin?
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