Methode zum Vergleich zweier Varianten einer Seite, eines Textes oder einer Funktion. Variante A und B werden gleichzeitig an je einer Hälfte der Nutzer ausgespielt - die bessere Variante gewinnt. Im SaaS-Marketing unverzichtbar für Landing Pages und Onboarding-Flows.
Schnittstelle, über die verschiedene Softwareprodukte miteinander kommunizieren. Im SaaS-Kontext entscheidend für Integrationen, Webhooks und die Erweiterbarkeit im eigenen Stack. REST und GraphQL sind die häufigsten Protokolle.
AI Agents & APIsDurchschnittlicher Umsatz pro aktivem Nutzer in einem Zeitraum. Berechnung: MRR ÷ aktive Nutzer. Steigt ARPU, während Churn sinkt, ist das ein starkes Signal für Product-Market-Fit.
Der jährlich wiederkehrende Umsatz aus aktiven Abonnements. ARR = MRR × 12. Primäre Investoren-Kennzahl für SaaS-Companies. Unterschied zu MRR: ARR glättet saisonale Schwankungen und ermöglicht einen Jahresvergleich.
Unternehmenskennzahlen erklärtSoftware-as-a-Service, die sich an Unternehmen als Kunden richtet. Kennzeichen: längere Verkaufszyklen, höhere Contract Values, komplexes Onboarding und oft manueller Sales. Gegenstück: B2C SaaS mit massenmarkttauglichen Self-Service-Flows.
Ein SaaS-Unternehmen, das ohne Venture Capital finanziert wurde - aus eigenen Mitteln oder laufenden Einnahmen. Bootstrapped Companies priorisieren typischerweise Profitabilität über Wachstumsrate. Bekannte Beispiele: Basecamp, Mailchimp (bis zum Verkauf), Notion (frühe Phase).
Wie viel Cash ein Unternehmen pro Monat netto ausgibt. Gross Burn = Gesamtausgaben; Net Burn = Ausgaben minus Einnahmen. Entscheidend für die Runway-Berechnung. Faustregel: Net Burn sollte immer kleiner sein als der Neuzugang bei ARR.
Burn Rate RechnerDurchschnittliche Kosten, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Berechnung: Gesamte Sales- und Marketingkosten ÷ neue Kunden im gleichen Zeitraum. Der CAC Payback Period beschreibt, wie lange es dauert, bis ein Neukunde seinen CAC wieder einbringt.
CLV/CAC-RechnerProzentualer Anteil der Kunden oder des Umsatzes, der in einem Zeitraum verloren geht. Revenue Churn und Customer Churn sind verschiedene Metriken. Negatives Churn (NRR > 100%) bedeutet, dass Expansion-Revenue den Verlust überkompensiert - das Ziel jedes reifen SaaS-Unternehmens.
Customer Retention GuideProzentualer Anteil von Nutzern, die eine gewünschte Aktion ausführen - z. B. vom Trial zu Paid, vom Visitor zum Lead. Im PLG-Kontext: typische Freemium-to-Paid Conversion liegt bei 2-5%. Conversion Rate Optimization (CRO) ist ein eigenes Disziplin.
7 Conversion-Fehler vermeidenSoftware-Kategorie für die Verwaltung von Kundenbeziehungen, Deals und Kommunikation. Im DACH-Markt besonders DSGVO-sensibel. Bekannte Anbieter: HubSpot, Salesforce, Pipedrive. Für kleinere Teams oft überdimensioniert - ein einfaches Tool wie Notion kann ausreichen.
CRM einfach erklärtDie gesamte Erfahrung eines Kunden mit einem Unternehmen - von der ersten Berührung (Awareness) über Evaluation bis hin zu Kauf, Onboarding und langfristiger Nutzung. Im SaaS-Kontext oft in Phasen: Awareness, Activation, Retention, Revenue, Referral (AARRR-Framework).
Customer Journey erklärtMetriken für die tatsächliche Nutzungsintensität eines Produkts. DAU/MAU-Ratio zeigt Engagement: 20%+ gilt als gut, 50%+ als exzellent (Niveau von WhatsApp, Slack). Im B2B-SaaS oft schwerer zu optimieren als im Consumer-Bereich.
Prozess, bei dem Unternehmen analoge Prozesse durch digitale Werkzeuge ersetzen oder neu gestalten. Im SaaS-Kontext oft der Haupttreiber für Tool-Einführungen. Scheitert häufig nicht am Tool, sondern am Change Management.
Digitale Transformation GuideEuropäische Datenschutzverordnung seit Mai 2018. Für SaaS-Anbieter im DACH-Raum besonders relevant bei Datenverarbeitung, Auftragsverarbeitungsverträgen (AVV) und Datentransfers in die USA. US-Cloud-Anbieter ohne EU-Rechenzentrum sind häufig ein Risiko.
Zusatzumsatz durch Upgrades, Add-ons oder mehr Seats bei bestehenden Kunden. Gilt als effizientester Wachstumskanal - kein zusätzlicher CAC anfällt. In einer gesunden SaaS-Company sollte Expansion Revenue 20-30% des Gesamtwachstums ausmachen.
Geschäftsmodell, bei dem eine Basisversion des Produkts dauerhaft kostenlos ist. Ziel: Nutzer gewinnen, einen Teil zu zahlenden Kunden konvertieren. Typische Conversion: 2-5%. Freemium erzeugt hohen Support-Aufwand - funktioniert gut, wenn kostenpflichtige Features klar differenziert sind.
Plan, wie ein Produkt vermarktet und vertrieben wird - inklusive Zielgruppe, Positionierung, Pricing und Vertriebskanal. Im SaaS unterscheidet man Sales-Led GTM (SDR/AE-Modell) und Product-Led GTM (Self-Service). Beide können koexistieren.
SaaS-UmsatzstrategienContent-Management-System, das Inhalte über eine API bereitstellt ohne eigenes Frontend. Das Frontend (z. B. Next.js, Framer) wird separat gebaut. Bietet maximale Flexibilität. Bekannte Anbieter: Contentful, Sanity, Storyblok.
Messbare Kennzahl zur Beurteilung des Erfolgs einer Strategie oder eines Prozesses. Im SaaS-Kontext wichtig: Nicht jede Metrik ist ein KPI - ein KPI muss direkt mit Unternehmenszielen verknüpft sein. Zu viele KPIs führen zu Fokussierungsverlust.
Unternehmenskennzahlen GuideVoraussichtlicher Gesamtumsatz, den ein Kunde während seiner Beziehung zum Unternehmen generiert. Berechnung: ARPU ÷ Churn Rate. Faustregel: LTV sollte mindestens 3× den CAC betragen. Ein LTV:CAC unter 3:1 deutet auf strukturelle Wachstumsprobleme hin.
CLV/CAC-RechnerOffener Standard von Anthropic, der es KI-Modellen erlaubt, auf externe Datenquellen und Tools zuzugreifen. Gilt als Grundlage für die nächste Generation von AI Agents. Verändert, wie SaaS-Tools in KI-Workflows integriert werden.
MCP erklärtMonatlich wiederkehrender Umsatz aus allen aktiven Abonnements. Basis für ARR und kurzfristige Wachstumsanalysen. Unterschieden: New MRR (neue Kunden), Expansion MRR (Upgrades), Contraction MRR (Downgrades), Churned MRR (Abgänge).
MRR-WachstumsrechnerArchitekturmuster, bei dem eine Instanz einer Anwendung mehrere Kunden ("Tenants") bedient, deren Daten strikt getrennt sind. Standard in modernem SaaS. Gegenstück: Single-Tenant (dedizierte Instanz pro Kunde) - teurer, aber für Enterprise-Compliance manchmal Pflicht.
Plattformen, die Anwendungen und Workflows mit wenig bis keinem Programmieraufwand ermöglichen. No-Code-Tools (Webflow, Bubble, Glide) haben die Einstiegshürde für Softwareentwicklung deutlich gesenkt. Low-Code-Tools (Retool, OutSystems) erlauben mehr Anpassung mit minimaler Programmierung.
Vibe Coding und No-CodeKundenbefragungs-Metrik: "Wie wahrscheinlich würden Sie uns weiterempfehlen?" Antworten auf einer Skala 0-10. Promotoren (9-10) minus Detraktoren (0-6) = NPS. Gilt als Proxy für Kundenzufriedenheit, wird aber zunehmend als zu einfach kritisiert.
Wie viel Umsatz aus einem bestehenden Kundenbestand nach einem Jahr noch vorhanden ist - inklusive Upgrades, Downgrades und Churn. NRR > 100% zeigt, dass Expansion-Revenue den Verlust überkompensiert. Best-in-class SaaS: NRR 120%+.
Zielframework: Ein Objective beschreibt das "Wohin", Key Results messen das "Wie weit". Verwendet bei Google, Spotify und vielen SaaS-Companies. Funktioniert am besten bei quartalsweisen Zyklen und maximal 3-5 Objectives pro Team.
Prozess, mit dem neue Nutzer an das Produkt herangeführt werden. Gutes Onboarding verkürzt Time-to-Value und senkt frühen Churn. Unterschieden: produktgesteuertes In-App-Onboarding und menschengetriebenes Customer-Success-Onboarding. Im PLG-Modell muss das Produkt selbst onboarden.
Customer Retention GuideMechanismus, der bestimmte Features oder Inhalte nur zahlenden Nutzern zugänglich macht. Im SaaS das zentrale Upgrade-Element im Freemium-Modell. Eine gut platzierte Paywall triggert Upgrade-Momente - eine schlecht platzierte frustriert Nutzer und erhöht Churn.
Wachstumsstrategie, bei der das Produkt selbst primärer Treiber für Akquise, Aktivierung und Expansion ist - ohne großen Sales-Apparat. Merkmale: Freemium, viraler Sharing-Loop, Self-Service-Onboarding. Bekannte Beispiele: Notion, Figma, Slack. Ergänzt oder ersetzt Sales-Led Growth.
Product-Led Growth GuideZustand, in dem ein Produkt die Bedürfnisse eines relevanten Marktsegments so gut trifft, dass es "zieht" statt "gedrückt" werden muss. Anzeichen: Nutzer beschweren sich, wenn das Produkt nicht mehr verfügbar wäre. Sean Ellis: PMF = mindestens 40% der Nutzer würden das Produkt "sehr vermissen".
Product-Market Fit erklärtKritischste strategische Entscheidung im SaaS. Modelle: Flat-Rate, Seat-basiert, Usage-based, Value-based. Usage-based Pricing (UBP) wächst, weil es mit dem Kunden skaliert - Risiko: unvorhersehbare Umsätze. Value-based Pricing orientiert sich am ROI für den Kunden, ist schwer kommunizierbar, aber meist optimal.
Preiserhöhungs-SimulatorAnteil der Kunden, die über einen Zeitraum aktiv bleiben. Gegenteil von Churn. In SaaS-Unternehmen die wichtigste langfristige Metrik - Akquise kostet 5-25× mehr als Retention. Gute Retention ist die Grundbedingung für skalierbares Wachstum.
Customer Retention GuideProzentualer MRR-Verlust durch Kündigungen und Downgrades in einem Zeitraum. Unterschied zu Customer Churn: Ein Unternehmen kann Customer Churn von 5% haben, aber Revenue Churn von 2%, wenn hauptsächlich kleine Accounts abwandern.
Wie viele Monate ein Unternehmen mit dem aktuellen Cash-Bestand noch operieren kann. Berechnung: Cash ÷ Net Burn Rate. Gesunde Faustregel: Mindestens 18 Monate Runway, bevor eine neue Finanzierungsrunde angestrebt wird.
Burn Rate & Runway RechnerLiefermodell, bei dem Software über das Internet als Abonnement-Service bereitgestellt wird - ohne lokale Installation. Vorteile: automatische Updates, skalierbare Infrastruktur, vorhersehbare Kosten. Kennzeichen: monatliche/jährliche Abo-Gebühren, webbasierter Zugang, nutzungsabhängige Skalierung.
XaaS: Everything as a ServiceAnzahl der Nutzerplätze in einem Abonnement. Seat-basiertes Pricing ist im B2B-SaaS verbreitet (Slack, Notion, Figma). Nachteil: kann Adoption bremsen, wenn Unternehmen Seats limitieren. Alternative: usage-based oder team-based Pricing.
Vertragliche Vereinbarung über Verfügbarkeit und Performance eines SaaS-Dienstes. Typisch: Uptime-Garantien von 99,9% (max. 8,7 Stunden Downtime/Jahr). Enterprise-Kunden verlangen oft 99,99% SLAs. Verletzung löst meist Credits oder Sonderrechte für den Kunden aus.
Authentifizierungsverfahren, das Nutzern ermöglicht, sich mit einem einzigen Login bei mehreren Systemen anzumelden. Im B2B-SaaS Standard-Anforderung von Enterprise-Kunden. Typisch über SAML 2.0 oder OAuth 2.0 realisiert. "SSO Tax": viele Tools verstecken SSO hinter dem teuersten Plan.
Wie lange es dauert, bis ein neuer Nutzer den ersten konkreten Nutzen aus einem Produkt zieht. Je kürzer, desto besser die Aktivierungsrate und desto geringer der frühe Churn. Kritische Metrik im Onboarding-Design. "Aha-Moment" ist der Zeitpunkt, an dem Time-to-Value erreicht ist.
Upsell: Bestehende Kunden zu einem teureren Plan bewegen. Cross-sell: Bestehende Kunden zu Zusatzprodukten bewegen. Beides ist Teil der Expansion Revenue Strategie. Im SaaS durch In-App-Prompts, Customer-Success-Calls oder Usage-Limit-Alerts realisiert.
URL-Parameter (utm_source, utm_medium, utm_campaign etc.), die den Ursprung von Traffic in Analytics-Tools markieren. Essenziell für Multi-Channel-Attribution. Ohne UTMs ist es unmöglich, ROI einzelner Kanäle zu messen.
UTM-Parameter LeitfadenSaaS-Produkte, die auf eine spezifische Branche oder einen engen Use Case ausgerichtet sind (z. B. Kanzlei-Software, Praxis-Management, Restaurant-POS). Vorteile: höheres ARPU, tiefere Integration, geringere Churn durch switching costs. Trend: Vertical SaaS wächst schneller als horizontale Plattformen.
Mechanismus, bei dem eine Anwendung eine andere automatisch über ein Ereignis informiert, indem sie eine HTTP-Anfrage an eine URL sendet. Grundlage für No-Code-Automationsflows (Make, Zapier). Effizienter als Polling, da keine kontinuierlichen API-Abfragen nötig sind.
Softwareprodukt, das von einem Anbieter entwickelt, aber unter der Marke des Wiederverkäufers angeboten wird. Gängig bei Payment-Processoren, E-Mail-Tools und KI-Lösungen. Ermöglicht schnellen Markteinstieg ohne eigene Entwicklung.
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