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Lohnnebenkosten
berechnen 2026

Was kostet ein Mitarbeiter wirklich? Alle Arbeitgeberanteile auf einen Blick - mit BBG-Cap, Sachsen-Option und Jahreskosten.

KostenlosKein LoginStand 2026BBG berücksichtigt
Beispiel-AusgabeKostenlos · Kein Login

Gesamtkosten AG / Monat

5.012 €

bei 4.000 € Bruttogehalt

+ Lohnnebenkosten+ 1.012 €
KV350 €
RV372 €
AV52 €
PV72 €

+ 25,3% Aufschlag

Ressourcen

Lohnnebenkosten-Rechner 2026

Was kostet ein Mitarbeiter wirklich? Alle Arbeitgeberanteile berechnen.

Referenz 2026

Alle Arbeitgeber-Beitragssätze 2026

Stand: Januar 2026. Quellen: Deutsche Rentenversicherung, GKV-Spitzenverband, Bundesregierung.

Beitragsart

Gesamt

AG-Anteil

BBG / Mon.

Krankenversicherung (KV)

Hälfte des allg. Beitrags + halber Zusatzbeitrag (Ø 2,9%)

14,6% + Ø 2,9% ZB

8,75 %

5.812,50 €

Rentenversicherung (RV)

18,6 %

9,30 %

8.450,00 €

Arbeitslosenversicherung (AV)

2,6 %

1,30 %

8.450,00 €

Pflegeversicherung (PV)

Sachsen: AG zahlt nur 1,30%, AN trägt mehr

3,6 %

1,80 %

5.812,50 €

Insolvenzgeldumlage (U3)

100% Arbeitgeber

0,15 %

0,15 %

kein Cap

Umlage U1 (Entgeltfortzahlung)

Variiert je nach Krankenkasse und Erstattungssatz

0,8–2,1 %

0,8–2,1 %

kein Cap

Umlage U2 (Mutterschaft)

Variiert je nach Krankenkasse

0,2–0,7 %

0,2–0,7 %

kein Cap

Berufsgenossenschaft (BG)

Stark branchenabhängig; Büro/IT typisch ~0,5–1,5%

0,5–4,0 %

0,5–4,0 %

kein Cap

BBG Kranken-/Pflegeversicherung 2026

5.812,50 € / Monat

= 69.750 € / Jahr

BBG Renten-/Arbeitslosenversicherung 2026

8.450,00 € / Monat

= 101.400 € / Jahr

Praxis-Kontext

Was Gründer oft unterschätzen

Der "erste Mitarbeiter"-Schock

Ein Mitarbeiter mit 4.000 € Brutto kostet euch monatlich rund 5.000-5.100 €. Wer nur mit Bruttogehalt kalkuliert, hat schnell ein Personalkostenloch im Budget. Immer mit Gesamtkosten planen.

BBG macht Topgehälter günstiger

Über der Beitragsbemessungsgrenze (5.812,50 €/Mon für KV/PV) steigen die Sozialabgaben nicht weiter. Ein Gehalt von 8.000 € kostet prozentual weniger Aufschlag als 4.000 € - das macht Senior-Rollen kalkulatorisch attraktiver.

U1 lohnt sich bei kleinen Teams

Wer U1 zahlt, bekommt bei längerer Krankheit eines Mitarbeiters 50-80% der Entgeltfortzahlung erstattet. Bei kleinen Teams mit einem Mitarbeiter, der mal länger krank ist, amortisiert sich U1 schnell.

Freelancer vs. Festanstellung

Ein Freelancer auf Rechnung hat keine Lohnnebenkosten. Dafür kein Kündigungsschutz, keine Urlaubsansprüche, keine Sozialversicherung durch euch. Bei >6 Monate Dauereinsatz auf Scheinselbstständigkeit prüfen lassen.

Hinweis: Dieser Rechner dient der Orientierung und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Beitragssätze für U1, U2 und Berufsgenossenschaft variieren je nach Krankenkasse und Branche. Für verbindliche Zahlen: Lohnbüro oder Steuerberater befragen.

FAQ

Häufige Fragen zu Lohnnebenkosten

Was sind Lohnnebenkosten und wie hoch sind sie 2026?
Lohnnebenkosten sind alle Abgaben, die ein Arbeitgeber zusätzlich zum vereinbarten Bruttogehalt zahlt. 2026 kommen zu einem typischen Bruttogehalt rund 21-25% an Arbeitgeberanteilen hinzu: Krankenversicherung (8,75%), Rentenversicherung (9,30%), Arbeitslosenversicherung (1,30%), Pflegeversicherung (1,80%), Insolvenzgeldumlage (0,15%) sowie Umlagen U1, U2 und die Berufsgenossenschaft.
Warum zahle ich als Arbeitgeber mehr als das vereinbarte Bruttogehalt?
Das Bruttogehalt ist nur die Basis. Obendrauf kommen Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die direkt an Krankenkasse, Deutsche Rentenversicherung und Bundesagentur für Arbeit abgeführt werden. Der Arbeitnehmer sieht das nicht auf dem Lohnzettel - für ihn ist es "nur" sein Netto. Für den Arbeitgeber ist der echte Kostenpunkt deutlich höher.
Was ist die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) und wie wirkt sie sich aus?
Ab einem bestimmten Bruttogehalt steigen die Beiträge nicht weiter: Für KV und PV gilt 2026 eine BBG von 5.812,50 €/Monat (69.750 €/Jahr). Für RV und AV liegt sie bei 8.450 €/Monat (101.400 €/Jahr). Auf Gehaltsanteile über der BBG zahlen weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge - das macht Gehälter oberhalb der BBG vergleichsweise günstiger.
Was ist der Unterschied zwischen U1 und U2 Umlage?
U1 (Umlage 1) ist das Ausgleichsverfahren für Entgeltfortzahlung bei Krankheit: Arbeitgeber zahlen in einen gemeinsamen Topf ein und bekommen bei längerer Krankheit eines Mitarbeiters einen Teil der Kosten erstattet. U2 (Umlage 2) gilt für Mutterschaftsaufwendungen. Beide Sätze variieren je nach Krankenkasse, typisch liegen U1 bei 0,8-2,1% und U2 bei 0,2-0,7% des Bruttogehalts.
Warum ist der BG-Beitrag (Berufsgenossenschaft) so unterschiedlich?
Die Berufsgenossenschaft versichert Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. Der Beitrag hängt stark von der Branche und dem Unfallrisiko ab. Büro- und IT-Tätigkeiten zahlen typisch 0,5-1,5% des Lohns, körperliche Berufe wie Baugewerbe oder Transport deutlich mehr (4-8%). Die genaue Einordnung hängt von eurer Gewerbeanmeldung und der zuständigen BG ab.
Wie rechne ich die echten Kosten eines Mitarbeiters aus?
Einfache Daumenregel: Bruttogehalt × 1,22 bis 1,28 = ungefähre Gesamtkosten. Genauer: Zu jedem Bruttogehalt bis zur BBG kommen ~21-25% Arbeitgeberanteile. Darüber steigen die absoluten Zusatzkosten nicht mehr stark (wegen BBG-Cap). Unser Rechner zeigt alle Positionen einzeln mit den exakten 2026-Sätzen.
Was kostet ein Minijobber (603 €/Monat) den Arbeitgeber?
Bei einem Minijob (ab 2026: bis 603 €/Monat) gelten pauschale Arbeitgeberbeiträge von ca. 28-32% des Minijob-Lohns: 13% Pauschalsteuer, 13% KV-Pauschale, 15% RV-Pauschale sowie 2% Einkommensteuer (pauschal). Minijobs über die Minijob-Zentrale abrechnen - die Regelungen unterscheiden sich deutlich von regulären Arbeitsverhältnissen.