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Return on Ad Spend mit Break-even-ROAS aus deiner Marge, POAS und Gewinn pro Werbe-Euro. Damit siehst du nicht nur eine schöne Zahl, sondern ob sich die Werbung wirklich lohnt.

KostenlosBreak-even-ROASPOAS & ACoSUSt-Korrektur
Beispiel-AusgabeKostenlos · Kein Login

Beispiel: 2.000 € Werbung · 8.000 € Umsatz · 30 % Marge

ROAS

4:1

Break-even

3,3:1

Gewinn

+400 €

Profitabel: ROAS liegt über dem Break-even

Ressourcen

ROAS-Rechner

Return on Ad Spend mit Break-even-ROAS, POAS und Gewinn pro Werbe-Euro. Marge eingeben, um echte Profitabilität statt Vanity-ROAS zu sehen.

Ad Spend im Zeitraum (Google, Meta, LinkedIn ...)

Der Werbung zugeschriebener Umsatz

Was vom Umsatz nach Wareneinsatz übrig bleibt - vor Werbekosten

Ad-Plattformen melden meist Brutto-Umsatz

Break-even-ROAS nach Marge

Welchen ROAS du brauchst, um überhaupt profitabel zu sein

Diese Werte sind reine Mathematik, keine Schätzung: Break-even-ROAS = 1 ÷ Marge. Darunter verbrennt jede Kampagne Geld, egal wie gut der ROAS auf den ersten Blick aussieht. Der Break-even-ACoS entspricht genau deiner Marge.

Marge

Typisches Geschäft

Break-even-ROAS

Break-even-ACoS

20 %

Handel / dünne Marge

5,00:1

20 %

30 %

E-Commerce Standard

3,33:1

30 %

40 %

Markenprodukte / D2C

2,50:1

40 %

50 %

Dienstleistung

2,00:1

50 %

70 %

Digitale Produkte

1,43:1

70 %

85 %

SaaS / Software

1,18:1

85 %

Ablesbeispiel: Ein E-Commerce-Shop mit 30 % Marge braucht mindestens einen ROAS von 3,33:1. Ein SaaS mit 85 % Marge ist schon ab 1,18:1 profitabel - der Grund, warum SaaS-Firmen bei der Kundenakquise viel aggressiver bieten können.

Formel & Konzept

Die vier Kennzahlen hinter dem Rechner

ROAS

Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten

Die Grundkennzahl: Umsatz pro Werbe-Euro. 8.000 € Umsatz aus 2.000 € Ad Spend ergeben einen ROAS von 4:1. Schnell zu messen, aber blind für die Marge - deshalb nie allein zur Entscheidung nutzen.

Break-even-ROAS

1 ÷ Marge

Der ROAS, ab dem die Werbung kostendeckend ist. Bei 25 % Marge sind das 4:1, bei 50 % nur 2:1. Diese Zahl ersetzt jeden Branchen-Benchmark - sie ist deine persönliche Gewinnschwelle.

POAS

Rohertrag ÷ Werbekosten

Profit on Ad Spend setzt den Deckungsbeitrag statt des Umsatzes ins Verhältnis zu den Werbekosten. Break-even liegt bei 1,0:1. POAS ist die ehrliche Version des ROAS, weil die Marge schon eingerechnet ist.

ACoS

Werbekosten ÷ Umsatz

Der Kehrwert des ROAS, in Prozent. ROAS 4:1 entspricht 25 % ACoS. Im Amazon-Umfeld die Standardkennzahl. Merksatz: liegt der ACoS über deiner Marge, machst du Verlust.

Praxis-Kontext

ROAS in der DACH-Praxis

Die 19-%-USt-Falle bei Google und Meta

Google Ads und Meta melden den Conversion-Wert standardmäßig als Brutto-Umsatz inklusive Umsatzsteuer. Wer diesen Wert 1:1 als ROAS liest, überschätzt ihn um Faktor 1,19. Ein gemeldeter ROAS von 4,76:1 ist netto nur 4,0:1. Für Shops mit dünner Marge entscheidet genau diese Differenz über Gewinn oder Verlust. Entweder den Conversion-Wert im Ad-Konto auf netto umstellen oder im Rechner den Brutto-Schalter nutzen.

Marge schlägt Benchmark - immer

Es gibt keinen guten ROAS ohne Kontext. Der oft zitierte Richtwert von 4:1 stammt aus dem US-E-Commerce mit ~25 % Marge. Für ein SaaS mit 85 % Marge ist er absurd konservativ, für einen Elektronikhändler mit 12 % Marge tödlich optimistisch. Statt Benchmarks zu googeln: einmal den eigenen Break-even-ROAS ausrechnen und den als Grenze setzen.

Berichteter ROAS ist zu optimistisch

Plattformen attribuieren nach Last-Click mit großem Zeitfenster und schreiben sich Umsätze zu, die auch organisch gekommen wären. Der inkrementelle ROAS - der Umsatz, der wirklich nur durch die Anzeige entstand - liegt fast immer niedriger. Deshalb nicht knapp über Break-even fahren, sondern mit Puffer. Wer den Blended ROAS über alle Kanäle betrachtet, bekommt ein ehrlicheres Bild als die Einzelkanal-Zahlen.

ROAS steuert Kampagnen, POAS steuert das Geschäft

Für die tägliche Kampagnen-Optimierung ist ROAS praktisch, weil sofort in jedem Ad-Konto sichtbar. Für die Frage, ob ein Kanal überhaupt Geld verdient, taugt nur POAS oder der Gewinn pro Werbe-Euro. Wer Sortimente mit sehr unterschiedlichen Margen bewirbt, sollte den ROAS pro Produktgruppe gegen deren jeweiligen Break-even prüfen, nicht gegen einen Konto-Durchschnitt.

Praxis-Tipp: Bevor du ein ROAS-Ziel im Ad-Konto hinterlegst, rechne erst deinen Break-even-ROAS aus und setze das Ziel auf mindestens das 1,3-fache. So bleibt nach Retouren, USt und Attributions-Ungenauigkeit noch echte Marge übrig - statt eine Kampagne zu skalieren, die auf dem Papier läuft und in der Buchhaltung Verlust macht.

FAQ

Häufige Fragen zum ROAS

Was ist ROAS und wie wird er berechnet?
ROAS steht für Return on Ad Spend - das Verhältnis von Umsatz aus Werbung zu den Werbekosten. Die Formel: ROAS = Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten. Ein ROAS von 4:1 (oder 400 %) heißt, dass jeder investierte Werbe-Euro 4 Euro Umsatz gebracht hat. ROAS wird als Verhältnis (4:1), als Faktor (4,0) oder als Prozentwert (400 %) angegeben - alle drei meinen dasselbe.
Was ist ein guter ROAS?
Es gibt keinen universellen Zielwert - ein guter ROAS hängt komplett von deiner Marge ab. Ein Online-Shop mit 25 % Marge braucht einen ROAS von mindestens 4:1, nur um die Werbekosten zu decken. Ein SaaS-Produkt mit 80 % Marge ist schon ab 1,25:1 im Plus. Deshalb ist die einzig sinnvolle Referenz dein persönlicher Break-even-ROAS (= 1 ÷ Marge), nicht ein Branchen-Durchschnitt. Faustregel für profitables Wachstum: ziele auf mindestens das 1,3-fache deines Break-even-ROAS, damit nach Retouren, Zahlungsausfällen und Attributions-Ungenauigkeit noch Marge übrig bleibt.
Was ist der Unterschied zwischen ROAS, ROI und POAS?
ROAS misst nur Umsatz pro Werbe-Euro und ignoriert Marge und Kosten - deshalb ist er allein eine Vanity-Metrik. POAS (Profit on Ad Spend) setzt den Rohertrag statt des Umsatzes ins Verhältnis zu den Werbekosten und ist damit die ehrlichere Kennzahl: POAS = 1,0 ist Break-even, alles darüber ist Gewinn. ROI (Return on Investment) ist die breiteste Kennzahl und rechnet die Gesamtrendite einer Investition inklusive aller Kosten, nicht nur der Werbeausgaben. Kurz: ROAS für schnelle Kampagnen-Steuerung, POAS für die Profitabilitäts-Wahrheit, ROI für strategische Entscheidungen.
Was ist der Break-even-ROAS und wie berechne ich ihn?
Der Break-even-ROAS ist der ROAS, ab dem deine Werbung genau kostendeckend ist - darunter machst du Verlust, darüber Gewinn. Die Formel ist simpel: Break-even-ROAS = 1 ÷ Marge (als Dezimalzahl). Bei 25 % Marge: 1 ÷ 0,25 = 4,0, also 4:1. Bei 50 % Marge: 1 ÷ 0,5 = 2,0, also 2:1. Je höher deine Marge, desto niedriger der ROAS, den du zum Profitabelsein brauchst. Diese eine Zahl ist wichtiger als jeder Benchmark, weil sie deine echte Schmerzgrenze markiert.
Warum ist ROAS ohne Marge eine Vanity-Metrik?
Weil ein hoher ROAS trotzdem Verlust bedeuten kann. Beispiel: Ein Shop erzielt einen ROAS von 4:1, was nach Erfolg klingt. Bei nur 20 % Marge liegt der Break-even aber bei 5:1 - der Shop verbrennt trotz 4:1 Geld mit jeder Kampagne. Umgekehrt ist ein ROAS von 2:1 bei einem SaaS mit 85 % Marge hochprofitabel. Ohne Marge ist ROAS eine Zahl ohne Aussage über Gewinn. Genau deshalb rechnet dieser Rechner Break-even-ROAS und POAS mit aus, sobald du deine Marge einträgst.
ROAS auf Brutto- oder Netto-Umsatz - was ist richtig?
Netto ist richtig. Werbeplattformen wie Google Ads und Meta melden den Conversion-Wert meist als Brutto-Umsatz inklusive 19 % Umsatzsteuer. Die USt gehört dir aber nicht - du führst sie ans Finanzamt ab. Wer den ROAS auf Brutto rechnet, überschätzt ihn um den Faktor 1,19. Aus einem gemeldeten ROAS von 4,76:1 werden nach Herausrechnen der USt echte 4,0:1. Für die Break-even-Entscheidung immer den Netto-Umsatz nehmen. Der Rechner hat dafür einen Brutto/Netto-Umschalter, der die 19 % automatisch herausrechnet.
Was ist ACoS und wie hängt er mit ROAS zusammen?
ACoS (Advertising Cost of Sales) ist der Kehrwert des ROAS: ACoS = Werbekosten ÷ Umsatz = 1 ÷ ROAS. Er sagt, welcher Anteil des Umsatzes für Werbung draufgeht. Ein ROAS von 4:1 entspricht einem ACoS von 25 %. Beide messen dasselbe aus zwei Blickwinkeln - ROAS ist im Google-/Meta-Umfeld üblich, ACoS vor allem bei Amazon Ads. Der Break-even-ACoS entspricht genau deiner Marge: Bei 30 % Marge ist ein ACoS über 30 % Verlust.
Welche Rolle spielt Attribution beim ROAS?
Eine große, oft unterschätzte. Der von der Plattform gemeldete ROAS basiert auf ihrem eigenen Attributionsmodell, meist Last-Click mit großzügigem Zeitfenster. Dadurch schreiben sich Google und Meta oft Umsätze zu, die auch ohne die Anzeige entstanden wären. Der real-inkrementelle ROAS liegt fast immer niedriger als der berichtete. Praxis-Konsequenz: den Break-even-ROAS nicht als exakte Grenze, sondern mit Sicherheitsabstand behandeln. Wer knapp über Break-even fährt, ist real oft schon im Minus. Für saubere Zahlen helfen Geo-Lift-Tests oder ein Blick auf den Blended ROAS über alle Kanäle.

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