Preiserhöhung
simulieren
Berechne, wie sich eine Preiserhöhung auf dein MRR auswirkt - mit Break-even-Churn, Vorher/Nachher-Vergleich und Szenarien-Tabelle.
Beispiel
Kunden
200
Alt → Neu
49 → 69 €
Erw. Churn
10%
Aktuelles MRR
9.800 €
Neues MRR
12.420 €
Formeln
Preiserhöhungs-Berechnung erklärt
Neues MRR
(Kunden - Kündiger) × Neuer Preis
Kündiger = Kunden × Churn-Rate. Das neue MRR berücksichtigt, wie viele Kunden nach der Preiserhöhung bleiben.
Break-even-Churn
(Neuer Preis - Alter Preis) / Neuer Preis × 100
Bis zu diesem Churn-Prozentsatz bleibt das MRR trotz Kündigungen konstant. Liegt deine Schätzung darunter - lohnt sich die Erhöhung.
MRR-Differenz
Neues MRR - Aktuelles MRR
Positiv = Preiserhöhung lohnt sich trotz Churn. Negativ = zu viele Kündiger, MRR sinkt. Ziel: Differenz > 0.
Praxis-Kontext
Was DACH-SaaS-Teams beim Pricing-Update lernen
Erst Value-Story, dann Preisänderung — nicht umgekehrt
Die häufigste Fail-Sequenz: Preiserhöhung ankündigen → Begründung suchen. Die saubere Sequenz: Im Voraus 6–12 Wochen lang die neuen Features, Performance-Verbesserungen, neuen Integrationen kommunizieren. Wenn die Kunden bereits den Mehrwert wahrnehmen, ist die Preiserhöhung die natürliche Konsequenz, nicht eine Überraschung. SaaS-Pricing ist 70 % Storytelling, 30 % Math.
Bestandskunden-Loyalitäts-Geste senkt Churn um 40–60 %
Praxis-Daten: Wenn Bestandskunden zur Preiserhöhung einen Loyalty-Code oder 12-Monats-Rabatt (z.B. 15 %) erhalten, sinkt der Extra-Churn von typisch 10–15 % auf 4–6 %. Die Kostenrechnung: 15 % Rabatt × 12 Monate ist deutlich günstiger als Neukunden-Acquisition für die verlorenen Abos. Stripe und ChartMogul haben hier solide Vergleichsdaten.
B2C-Erhöhungen sind in DACH besonders heikel
Im DACH-B2C-Markt reagieren Endkunden auf Preiserhöhungen ~30 % sensibler als in den USA — vermutlich durch ausgeprägteres Verbraucherbewusstsein und stärkere "Vergleichs-Kultur". Konkret: 20 % Erhöhung kann 25 %+ Churn auslösen, statt 8–15 % wie in US-Studien. Bei DACH-B2C-Produkten lieber häufiger kleine Erhöhungen (5–8 %) als eine große (20 %).
Preisanker durch Premium-Tier setzen
Statt den Basis-Plan zu erhöhen: einen neuen Premium-Tier 50–100 % über dem aktuellen Top-Plan einführen. Das hat zwei Effekte: (1) Anker-Effekt — der bisherige Top-Plan wirkt günstiger im Vergleich; (2) ARPU-Steigerung bei den Top-3 % der Kunden ohne Risiko für 95 % der Basis. Klassisches "Anchor-Pricing" — ein Standard-Move im SaaS-Pricing-Update.
Praxis-Tipp: Eine Preiserhöhung ist eines der wenigen Hebel mit direktem ARR-Effekt ohne CAC. Empirisch bringt eine saubere 15-%-Erhöhung mehr ARR-Wachstum als ein 20-%-Mehrumsatz aus Neukunden — bei deutlich geringeren Akquisitionskosten. Die meisten DACH-SaaS lassen diesen Hebel zu lange ungenutzt.
FAQ
Häufige Fragen zur SaaS-Preiserhöhung
Wann sollte ein SaaS-Unternehmen die Preise erhöhen?
Was ist der Break-even-Churn bei einer Preiserhöhung?
Wie kommuniziert man eine Preiserhöhung an Bestandskunden?
Wie viel Churn ist bei einer SaaS-Preiserhöhung normal?
Sollte man Grandfathering anbieten?
Welche rechtlichen DACH-Aspekte sind bei Preiserhöhungen zu beachten?
Wie macht man Preiserhöhungen für Enterprise-Kunden?
Wann kommt eine zweite Preiserhöhung?
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